Fortuna-Trainer arbeitet mit Frauen-Team am Comeback

Nordkurier, 07.07.2017 von Stefan Thomas, Foto: Stefan Thoms

Der Abstieg der Handballerinnen vom SV Fortuna 50 Neubrandenburg aus der Ostsee-Spree- in die MV-Liga sorgte für eine riesige Enttäuschung. Eine neue junge Mannschaft soll die Scharte auswetzen. Aufbruchstimmung statt Frustration – das spürte Stefan Thoms im Gespräch mit Fortuna-Trainer André Schumacher.

Knapp zwei Monate ist es her, dass der Abstieg Gewissheit wurde. Wie haben Ihre Spielerinnen und Sie diesen Nackenschlag verarbeitet? 
Direkt danach hatten wir eine Krisensitzung, bei der die Situation klar und deutlich analysiert wurde. Wir hatten den Klassenerhalt in der Ostsee-Spree-Liga selbst in der Hand und es vermasselt. Das war für alle enttäuschend. Die Stimmung war schlecht, eigentlich bis zum Beginn der Saisonvorbereitung. Dann gewannen wir ein Turnier in Grimmen, wo die Mannschaft sehr gut spielte. Wir haben gemerkt, dass es wieder aufwärts geht.
 
Wie sieht das Team für die kommende Saison aus? 
Mehrere erfahrene Spielerinnen haben ihre Laufbahn beendet, dafür rücken gute Talente nach. Ihr Potenzial haben sie als Dritte in der vergangenen A-Jugend-Saison der Ostsee-Spree-Liga gezeigt. Das Durchschnittsalter der Mannschaft liegt nun bei 19 Jahren. Das ist sehr jung, viele Mädchen haben aber schon Erfahrungen in der Frauen-Ostsee-Spree-Liga gesammelt. Zurückgekehrt ist mit Kristina Osterland eine routinierte Rückraumspielerin, unsere langjährige Stammtorhüterin Steffi Bauch übernimmt das Torwart-Training. Unklar ist noch, ob Rückraumspielerin Marlene Steffen bei uns bleibt. Sie hat Angebote aus der Dritten Liga.

Wie ist der Stand der Vorbereitung und wie geht es weiter? 
Wir haben bisher vor allem an der Athletik gearbeitet, da gab’s in der vorigen Saison Defizite. Dadurch gingen viele Spiele in der Schlussphase verloren. So soll es nicht noch einmal laufen. Die Spielerinnen haben nun vier Wochen Pause, in denen sie individuell nach Trainingsplänen arbeiten sollen. Danach starten wir in die umfangreiche zweite Vorbereitungsphase mit bis zu sechsmal Training pro Woche, zwei Trainingslagern sowie mehreren Testspielen und Turnieren. 

Was ist das Saisonziel? 
Wir wollen in der MV-Liga so viele Partien wie möglich gewinnen und sofort zurück in die Ostsee-Spree-Liga. Wir trainieren öfter als viele andere Mannschaften, haben ein junges Team und wollen Tempo-Handball spielen. Außerdem starten wir diesmal im Landespokal, auch da soll das Maximale erreicht werden. Allerdings sind die anderen Teams heiß, uns ein Bein zu stellen. Wir müssen die Sache voll konzentriert angehen. 

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