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    Fortunas Handballerinnen gehen fit in die Sommerpause

    Nordkurier, 16.06.2020

    Die Neubrandenburgerinnen haben ein außergewöhnliches Spieljahr hinter sich. Das neue Trainerduo sieht das Team aber bestens aufgestellt.

    Kontaktverbot, Hallensperre, Saisonabbruch: Lange ging für die Handballerinnen des SV Fortuna 50 Neubrandenburg gar nichts, vor einem Monat trafen sie sich dann erstmals wieder zum gemeinsamen Training – draußen und mit Abstand. Danach wurde durchschnittlich viermal pro Woche trainiert, morgen steht nun die letzte Einheit vor der Sommerpause auf dem Programm.

    „Wir hatten leider selten alle Spielerinnen zusammen, weil einige Abiturstress hatten und einige auch verletzt sind. Gearbeitet haben wir viel an den Kraft-, Ausdauer- und Schnelligkeitsgrundlagen und gehen relativ fit in die Pause. Danach soll es nach aktuellem Plan am 22. Juli mit der Vorbereitung weitergehen“, so Neu-Trainerin Kristina Osterland. Der Termin könne sich aber noch nach hinten verschieben, wenn auch die neue Saison erst mit Verspätung beginnen sollte.

    Kristina Osterland wird das Frauenteam zusammen mit Hans-Joachim Schröder in die nächste Ostsee-Spree-Liga-Saison führen. Training unter Corona-Auflagen – für das Duo eine große Herausforderung. „Wir haben die Mannschaft in Gruppen geteilt, damit die einzelnen Spielerinnen mehr Platz haben. Draußen haben wir Treppenläufe, Kraftkreise und auch mal Crossfit-Einheiten absolviert. Es muss ja trotz aller Einschränkungen abwechslungsreich sein. Jetzt dürfen wir auch wieder in die Halle und dort arbeiten wir ebenfalls in Kleingruppen. Pass- und Gegenstoßübungen, Wurftechnik und solche Sachen sind möglich“, sagte die Übungsleiterin. Aber es würden Spielformen jeglicher Art fehlen und das sei für Mannschaftssportarten natürlich sehr schlecht.

    In der abgebrochenen Saison 2019/2020 kamen die Fortuna-Frauen als Aufsteiger auf Platz acht in der Oberliga. Ein respektables Ergebnis für das junge Team, besonders, wenn man die schwierigen Begleiterscheinungen bedenkt. „Trainerwechsel, Systemumstellung, Verletzungspech – da kam einiges zusammen. Dennoch war mehr drin. Es wurden mehrere Punkte unnötig verloren und damit eine noch bessere Platzierung vergeben“, meint Hans-Joachim Schröder.

    Leistungsträgerinnen bleiben bei Fortuna
    In die neue Spielzeit geht das Neubrandenburger Trainerduo mit guten Voraussetzungen. Die Mannschaft bleibt größtenteils zusammen, nach aktuellem Stand verlässt nur Lia-Marie Ludewig den Verein. Leistungsträgerinnen wie Madlen Kloska oder Hanna Naussed spielen weiterhin für Fortuna, dazu kehren mit Clara Forbrich und Anna-Lena Babatz zwei frühere Stammkräfte ins erste Frauenteam zurück. Schröder: „Wir sind in einer vielversprechenden Situation. Die Mannschaft ist jung, eingespielt und nach der guten vergangenen Ostsee-Spree-Liga-Saison viel erfahrener und reifer. Insgesamt haben wir 19 Spielerinnen im Kader und können sehr optimistisch sein.“

    Schwerer verletzt ist aktuell nur Janine Polzin. Nach einem Kreuzbandriss im März wird sie auch nach der Sommerpause noch nicht zur Verfügung stehen. Wegen einer Weisheitszahn-OP musste zuletzt Hanna Naussed aussetzen, eine Fußverletzung zwang Hannah Reimer zur Pause. Beide sollten aber zum Start der Saisonvorbereitung Ende Juli wieder einsatzbereit sein.