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13
Feb

Zwanzig gute Minuten reichen nicht

. Veröffentlicht in Frauen

Nordkurier 13.02.2012, von Christian Bermes

„Das war unnötig. Aber nur 20 gute Minuten reichen am Ende dann eben doch nicht aus, um beim Tabellenzweiten zu bestehen“, ärgerte sich André Paetow, Trainer der Handball-Frauen des SV Fortuna ’50 Neubrandenburg über die vermeidbare 27:29-(12:16)-Niederlage bei der SG ASC/VfV Spandau in Berlin.

„Das knappe Ergebnis hört sich am Ende besser an als es war. Schlussendlich hat Spandau verdient gewonnen, weil die Gastgeberinnen mit mehr Spielfreude, Spielwitz und Leidenschaft agiert haben. Ich möchte meine Mannschaft für ihren großen Kampfeswillen loben, der aber erst viel zu spät einsetzte“, so Paetow weiter.

Sein Team war schlecht in die Partie gestartet und lieferte eine eher durchwachsene erste Halbzeit ab, an deren Ende der Trainer sich und die Seinen mit vier Toren im Rückstand sah. Doch es sollte noch schlimmer kommen. „Wir haben einen katastrophalen Auftakt in die zweite Halbzeit gehabt, schon nach fünf Minuten musste ich nach drei raschen Gegentoren beim Stand von 12:19 die Grüne Karte ziehen“, sah der Fortuna-Coach zu diesem Zeitpunkt erneut Handlungsbedarf. Doch seine Worte fielen zunächst nicht auf fruchtbaren Boden, denn Spandau erhöhte nach dem 13:19 bis auf 23:13. „Da sah es nach einem Debakel aus“, ahnte Paetow in diesem Moment nichts Gutes.

Doch plötzlich besannen sich die Fortuna-Frauen – geführt von den Routiniers Karina Hein und Kristina Osterland – etwa ab der 40. Spielminute ihrer kämpferischen Qualitäten und kamen nun über 17:24 und 20:25 immer dichter heran. Die Abwehr zeigte jetzt die nötige Konsequenz und über einen schnellen Ballvortrag wurden einige leichte Tore erzielt. „Im Tor hat uns Steffi Bauch gefehlt, Silke Meyer hat leider keinen guten Tag erwischt. Aber Karolin Nadrowitz aus der A-Jugend, die als Ersatz mitgefahren ist, hatte ein paar gute Szenen und hat es uns kurz vor dem Ende mit einem gehaltenen Siebenmeter ermöglicht, beim 26:27 bis auf ein Tore heranzukommen“, blieb für Paetow und sein Team am Ende aber doch nichts Zählbares.

In der Schlusssekunde bekam Spandau noch einen Freiwurf zugesprochen, den eine SG-Spielerin ohne Fortuna-Abwehrmauer zum 29:27-Endstand in dieser Partie verwandelte.

Neubrandenburg:Meyer, Nadrowitz - Hoffmann, Böhmer, Dahn (1), Petznick (5), Wirth (3), Hein (11/3), Janke (4), Osterland (3), Fahldieck