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Fortuna-Männer zeigen auswärts streckenweise „Traumhandball“
Nordkurier 07.02.2012. von Stefan Thoms
Saisonsieg Nr. elf für die Handballer des SV Fortuna´50 Neubrandenburg. Durch den 35:26 (17:11)-Erfolg beim HC Neuruppin und die gleichzeitige Niederlage des Bad Doberaner SV hat sich die Mannschaft von Fortuna-Trainer Helmut Wilk auf den vierten Platz in der Tabelle der Ostsee-Spree-Liga verbessert. „So einen deutlichen Sieg habe ich nicht erwartet. Aber wir haben in Neuruppin ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagte Fortuna-Kreisläufer Stefan Stolt.
Die wichtigste Erkenntnis: die Neubrandenburger scheinen, ihre Auswärtsschwäche aus der Hinserie abgelegt zu haben. Stolt: „Wir haben ja auch bei der Niederlage in Loitz ein sehr gutes Spiel gemacht. Das gibt Selbstvertrauen, denn wir müssen in den kommenden Wochen unter anderem noch nach Cottbus, Potsdam und nach Bad Doberan. Dort müssen wir was holen, wenn wir am Ende unter den ersten fünf stehen wollen.“
In Neuruppin zeigten die Neubrandenburger über weite Strecken Wilkschen „Traumhandball“. Konsequent in der Abwehr und konzentriert im Angriff – es lief so, wie es der Fortuna-Coach immer sehen will. Kurz vor der Pause setzte sich sein Team von 11:11 auf 17:11 ab, direkt nach dem Wechsel waren es schon elf Tore Vorsprung. „Da haben wir defensiv so gut wie nichts zugelassen und dann die einfachen Tore über Konter und die zweite Welle gemacht“, sagte Stolt.
Einer, dem Spiele gegen Neuruppin scheinbar besonders liegen, ist Rückraumspieler Marcus Deutsch. Im Angriff muss der 18-Jährige im Moment den verletzten Adam Ciemniak vertreten, traf schon im Hinspiel zehn Mal, und netzte jetzt sogar noch zweimal mehr ein. Auch der zuletzt etwas unglückliche Linksaußen Wojciech Szymaniak hat sein Händchen wieder. Für den schnellen Polen lief es wie zu Beginn seiner Fortuna-Zeit, als er vor allem durch seine Kontertore zum Top-Torjäger der Neubrandenburger avancierte. „Wir haben aber auch 15 technische Fehler gemacht. Das müssen wir minimieren“, so Stolt. Am kommenden Sonnabend spielen die Fortunen beim Tabellenletzten Grünheide, das nächste Heimspiel steigt in drei Wochen gegen Eberswalde.
Fortuna: Hoefs, Prodoehl – Bialek, Brünner (1), Deutsch (12/2), Hafemann (3), Klepp (3), Langschwager, Levold (1), Odebrecht, Stolt (4), Szymaniak (8), Zaczko (3), Zieschang.




